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„Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO) sind Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten im Suchmaschinenranking auf höheren Plätzen erscheinen. Suchmaschinenoptimierung ist ein Teilgebiet des Suchmaschinenmarketing.“, so Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschinenoptimierung)
Die Optimierung von Online Shops für eine bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen ist eine der zentralen Aufgaben von spezialisierten Agenturen. Viele der Auswertungen im econda Monitor dienen der Analyse potentieller Schwachstellen, um die SEO überhaupt erst zu ermöglichen.
Bevor Sie allerdings eine kostspielige Agentur mit Ihrer SEO beauftragen, sollten Sie sicher stellen, dass Ihr Shop bzw. Ihre Website einige „Basics“ auch wirklich erfüllt, die im Eifer des Gefechts nur zu gerne übersehen werden.
SEO beginnt mit einer durchdachten Keyword-Strategie. Wenn Sie Ihren Shop in den großen Suchmaschinen aktiv vermarkten wollen, müssen Sie wissen, für welche Keywords Sie hoch gelistet werden möchten (und abschätzen, ob Sie sich diese Keywords auch leisten können und wollen). Idealerweise recherchieren Sie diese Keywords schon vor Start des Shops!
Die meisten Shops und Webseiten werden „normal“ geladen – ganz egal, ob der Besucher ein führendes „www“ eingegeben hat oder nicht. Achten Sie darauf, dass Sie eine Standarddomain verwenden – also mit oder ohne führendes „www“ - und auch nur diese kommunizieren, da sonst Suchmaschinen Duplicate Content vorfinden – was wiederum zu einer Verschlechterung im Suchmaschinenranking führt. Entscheiden Sie sich also für eine Variante und erstellen Sie eine Weiterleitung über einen 301 redirect zu der bevorzugten Version.
Dynamisch erzeugte URLs können in SEO-Hinsicht einige Probleme aufwerfen, wenn Sie nicht überlegt eingesetzt werden. Nutzen Sie für Ihre URL-Rewrites ein sinnvolles System, um beispielsweise Produkt- und Kategorieklarnamen für den URL generieren zu lassen. Also eher meinshop.de/herren/schuhe/addidas/modellxy und nicht meinshop.de/phpid=xyz1234. Dies erspart Ihnen (und Ihrem SEO-Dienstleister) eine Menge Arbeit bei der späteren Optimierung.
Auch wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, ein Produkt oder eine Dienstleistung in Ihrem Shop zu finden, sollten Sie sicherstellen, dass für jedes dieser Angebote nur genau ein eindeutiger URL existiert. Auf diese Art vermeiden Sie Probleme wegen doppelter Inhalte (duplicate content).
Stellen Sie bereits bei der Auswahl des Shop Systems bzw. CMS sicher, dass es ohne großen Aufwand möglich ist, sog. 301-Redirects einzurichten. Wenn Sie eine Seite, bzw. eine Produktseite entfernen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass der Linkwert für diese Seite nicht verloren geht. Erstellen Sie also in einem solchen Fall einen 301 Redirect zu einer neuen Seite.
Sollte ein Besucher auf eine Seite gelangen, die es nicht (mehr) gibt, so sollte der resultierende „404“-Fehler mit einer individuell gestalteten Fehlerseite abgefangen werden. Dies hat den Vorteil, dass der potentielle Kunde zumindest weiß, dass er auf der korrekten Site ist und nicht auf den Shop eines Wettbewerbers abwandert. Sie können zusätzlich einen automatischen redirect, z. B. nach 2-3 Sekunden, auf Ihre Homepage einrichten. Beispiele für 404 Seiten mit Branding, Suchfunktion und weiteren Links:
Denken Sie von Anfang an daran, auch die Alt-Attribute zu nutzen. Eine nachträgliche Betextung aller Alt-Attribute kann sehr mühsam sein, daher ist es wichtig, dass von Anfang an darauf geachtet wird. Auch hieraus erhalten Suchmaschinen Informationen, um was es auf Ihrer Site geht. Selbstverständlich sollten Sie die Alt-Attribute nicht zum „Keyword-Spamming“ verwenden. Eine Ansammlung von Keywords im Alt-Text einer Layout-Grafik wird von den Suchmaschinen nicht positiv bewertet.
Für Ihre Webdesigner oder Ihre Agentur ist im ersten Schritt des Designprozesses vor allem die Optik des Shops wichtig. In der Regel stehen noch nicht alle Texte zur Verfügung, so dass mit Blindtexten gearbeitet wird. Bedenken Sie aber, dass Suchmaschinen in erster Linie den Text lesen und bewerten. Sehen Sie also von Beginn der Planung an genug Raum für Inhalte vor – idealerweise, ohne dass der Besucher zu viel scrollen muss. Als Faustregel sollte mindestens Platz für 150-200 Wörter sein.
Im Zuge dieser Überlegungen sollten Sie auch einen besonderen Augenmerk auf die Struktur Ihrer Inhalte legen. Ausgehend von einer H1 Überschrift (Heading 1), die den Titel des Inhaltes bildet, werden die folgenden Abschnitte korrekt mit H1-H6 ausgezeichnet. Achten Sie auch hier darauf, dass in den Überschriften Ihre Keywords regelmäßig vorkommen – aber übertreiben Sie es nicht; letztendlich sind die Texte für Ihre Kunden und nicht für die Suchmaschine.
Häufig übersehen wird die Bedeutung interner Links – also Links die innerhalb des Shops auf andere Shopseiten verweisen. Eine durchgehende interne Verlinkung kann Ihr Suchmaschinenranking ebenfalls positiv beeinflussen.
Sie sollten, auch um sich selbst die Arbeit zu erleichtern, eine einheitliche Struktur für alle Seitentitel des Shops definieren, die konsequent für die gesamte Site durchgehalten wird. Ein sinnvolles Format könnte beispielsweise zunächst Kategorie und Artikel gefolgt von Ihrem Shop Namen beinhalten. Dies könnte dann so aussehen:
“Profi Laptop Modell xy von Samsung zum günstigen Preis | meinshop.de”. Versuchen Sie, die Titel unter 65 – 70 Zeichen zu halten – so können Sie vermeiden, dass der Titel bei den Suchmaschinenergebnissen abgeschnitten wird.
Die meisten Suchmaschinen können Ihre Meta-Beschreibungen bei den Suchergebnissen anzeigen. Idealerweise schreiben Sie für jede Seite eine eigenen Meta-Beschreibung. Diese sollte neben den Haupt-Keywords einen sogenannten „Call to action“, also eine konkrete Handlungsaufforderung enthalten, um zusätzliche Klicks zu generieren. Nutzen Sie für die Meta-Angaben nicht einfach nur eine generische Liste von Keywords.
Sogenannte soziale Medien (Social Media), wie Twitter, Facebook etc. werden für den E-Commerce immer wichtiger. Egal ob Sie bereits eine eigene facebook Gruppe haben, twittern oder nur die Möglichkeit anbieten, einen bestimmten Artikel einem Freund zu mailen – Sie sollten auf jeden Fall Social Media in Ihrem Marketing-Mix berücksichtigen. Twitter wird inzwischen bei google-Suchergebnissen ebenso berücksichtigt wie Erwähnungen in Blogs und Beiträge auf facebook. Betreiben Sie ein wenig Recherche, welche Social Media Aktivitäten am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passen und bieten Sie die entsprechenden Buttons in Ihrem Shop an. Ihre Twitter-Aktivitäten können Sie übrigens bequem in Ihrem econda Shop Monitor verfolgen. Mehr Infos hierzu finden Sie im Conversion Academy Artikel „http://www.conversion-academy.de/twitter_fuer_shop-betreiber_richtig_nutzen_und_tracken_mit_dem_econda_twittertracking“.
Wenn Sie Ihrem Shop ohne ein verlässliches Web-Analyse-System betreiben, dann ist Ihr Business quasi im Blindflug. Spätestens, wenn Sie ernsthaft über SEO oder SEM nachdenken, müssen Sie eine Möglichkeit haben, die Wirksamkeit Ihrer Aktionen zuverlässig zu überprüfen. Sie müssen wissen, wo Ihre Kunden herkommen, was sie in Ihrem Shop gemacht, welche Produkte sie angesehen haben, - und nicht zuletzt, an welchen Stellen es Probleme gegeben hat. Es gibt eine ganze Reihe von Web-Analyse-Lösungen, die für Shopbetreiber mehr oder minder gut geeignet sind. Wenn Sie Wert auf eine spezialisierte Lösung für Shopbetreiber legen, die noch dazu 100% datenschutzkonform ist, dann sollten Sie sich den econda Shop Monitor näher ansehen:http://www.econda.de/produkte/shop-monitor.html
Mit den sogenannten Google Webmaster Tools (https://www.google.com/webmasters/tools) können Sie einiges darüber herausfinden, wie Google Ihren Shop sieht. Ebenso können Sie hier einige Parameter beeinflussen, die sich auf Ihre Auffindbarkeit in Google positiv auswirken. Beispielsweise können Sie Ihre XML-Sitemap an Google übermitteln oder sich eine Benachrichtigung senden lassen, falls Google auf Probleme auf Ihrer Seite stoßen sollte. Für den Webmaster Tools Account müssen Sie sich bei Google registrieren.
Eine vergleichbare Lösung existiert auch für Microsofts Suchmaschine Bing: http://www.bing.com/toolbox/webmasters/
Halten Sie sich von Anfang an nach Möglichkeit an die anerkannten Standards für die Webentwicklung. Nicht nur wirkt sich ein konformer Shop positiv auf das Suchmaschinenranking aus – es fällt so auch leichter im Nachhinein den Shop zu modifizieren oder optimieren.
Sobald Ihr Shop online ist, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und erstellen Sie eine XML Sitemap und stellen Sie sie bei den großen Suchmaschinen über die Webmaster Tools ein. Einige Suchmaschinenanbieter, z. B. Google, bieten in Ihren Webmaster Tools die Möglichkeit einer regelmäßigen, automatisierten Aktualisierung der XML-Sitemap.
In der Datei „robots.txt“ definieren Sie Seiten oder Verzeichnisse Ihres Webauftrittes, die nicht von Suchmaschinen indexiert werden sollen. Üblicherweise ausgeschlossen werden beispielsweise Login-Seiten, Suchergebnisseiten oder Warenkorbseiten. Ebenfalls in die robots.txt gehört ein Link auf die XML Sitemap. Sie können die robots.txt zur Sicherheit in Ihren Google Webmaster Tools überprüfen.
Weitere Informationen zum Thema robots.txt finden Sie unter anderem hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Robots_Exclusion_Standard
Natürlich kann dieser Artikel nur einige elementare Infos für Einsteiger bieten – aber wenn Sie sich an die oben genannten Tipps halten, sind Sie von Beginn an auf einem guten Weg und machen spätere SEO-Maßnahmen erheblich einfacher und günstiger.
Bildnachweis: AllzweckJack / photocase.com